Blick aus dem Helenental auf Baden
(~1830)


Ernst Welker (*1788, †1857)

Landessammlungen Niederösterreich

Bis 1826/27 war das Helenental durch den Felsriegel des Urtelsteins ein nur schwer zugängiges Waldtal. Mit ca. 15.000 Schüssen wurde eine "Galerie" durch den Felsen gesprengt und so das Tal für den beginnenden Fremdenverkehr erschlossen. Die reizvolle Landschaft, deren Aussehen durch die typischen Schirmföhren bestimmt war, wurde nun durch Promenadenwege erschlossen; Aussichtspunkte und Jausenstationen boten den Ausflüglern Rastmöglichkeiten. Binnen kurzer Zeit wurde das Helenental - so der Name für das Tal der Schwechat nach der kleinen Ansiedlung St. Helena vor den Toren von Baden - ein Zentrum des Fremdenverkehrs.
Das Aquarell zeigt einen Blick von den Abhängen des Tales Richtung Baden; links hinter einer Schirmföhre ist die Ruine Rauhenstein erkennbar, zu ihren Füßen das Kirchlein St. Helena und die kleinen Häuser des ehemaligen Dörfchens. Rechts schlängelt sich die Schwechat in die sonnige Ebene hinaus. Auf dem Felsen rechts im Bild thront die Ruine Rauheneck. Am Fuß des Rauheneckerberges steht die Weilburg.
(Quelle: P. Weninger, Niederösterreich in alten Ansichten, 1975, S. 256f.)