St. Pölten - Institut der Englischen Fräulein
(1706 bis 1769)


Bartolomeo Altomonte (*1694, †1783)
Jakob Prandtauer (*1660, †1726)
Paul Troger (*1698, †1762)

Das in der Linzer Straße beheimatete Institut der Englischen Fräulein wurde 1706 im Geiste der englischen Ordensgründerin Maria Ward als Kloster und Unterrichtsstätte für adelige Mädchen errichtet. Die Grundsteinlegung der Kirche fand 1715 statt.
Der Bau, in seinem Kern ein Werk Jakob Prandtauers, wurde bereits von 1767 bis 1769 stufenweise zu seiner heutigen Größe erweitert. An den ursprünglichen Kapellenraum wurde einen Zentralraum angefügt, wodurch ersterer zum Prebyterium wurde. Die Kuppel der ursprünglichen Kapelle schmückt ein Fresko von Paul Troger mit einer Darstellung der "Offenbarung der Menschwerdung Christi" - das erste Werk des Tiroler Malers in Niederösterreich. Bartolomeo Altomonte versah die Kuppel des Hauptraumes mit Szenen aus dem Marienleben. Die prunkvolle zweigeschoßige Front des Instituts weist eine Pilasterordnung auf. Die vier Tore werden von Engelatlanten eingefaßt. Drei vorspringende, reich geschmückte Nischen mit Heiligenstatuen gliedern darüber hinaus die Fassade. Die Plastiken der Fassade stammen aller Wahrscheinlichkeit nach von Peter Widerin und Andreas Gruber.