Annaberg


Gemeinde Annaberg

Ortsgeschichte

Schon 1217 errichtete das Stift Lilienfeld auf dem Tannberg eine Kapelle, die im 14. Jahrhundert (1332) erneuert wurde. Diese "neue Kapelle St. Anna" bildet den Chor der heutigen, im 15. Jahrhundert mit einem Langhaus erweiterten Kirche, die 1514 zur selbstständigen Pfarre wurde.

Der nach der Kirche benannte Ort erhielt im Zuge der Gegenreformation größere Bedeutung, als die Wallfahrten nach Mariazell zunahmen und Pilgerherbergen geschaffen werden mussten. Annaberg wurde eine bedeutende Wallfahrtsstation auf der "Via Sacra" von Wien nach Mariazell. Das älteste Votivbild stiftete die stumme Wienerin Maria Rottenstötterin, die am 12. Juli 1633 in Annaberg hier ihre Stimme wieder erhielt. Das älteste Wallfahrtsbuch stammt aus dem Jahr 1650.

Schon frühzeitig erschloss das Stift Lilienfeld in Annaberg Bergwerke, in denen seit dem 16. Jahrhundert Eisenerz abgebaut wurde, im 18. Jahrhundert Silber und Blei. Aus dem Silber wurden in den Jahren 1758 bis 1765 Maria-Theresien-Taler geprägt. Die Schmelzanlagen wurden bis 1821 für Münzprägungen verwendet, unter anderem auch für die Annabildchen. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich Annaberg, als "Schneeloch" einst mühsames Hindernis für alle Reisenden, zu einem beliebten Skiort.