Bad Traunstein


Gemeinde Traunstein

Ortsgeschichte

Bad Traunstein liegt im Herzen des Waldviertels zwischen dem Weinsberger Wald und der von Krems und Kamp durchflossenen Hochfläche am Osthang des Wachtberges. Zur Gemeinde gehören die Katastralgemeinden Bernhardshof, Eck, Gastles, Kienings, Kirchschlag, Merkengerst, Plessberg, Roggenreith, Scheibb und Schneeberg.

Im ausgehenden 12. Jahrhundert begannen die Rodungsarbeiten hier im Nordwald. Der Ortsname lässt sich wohl mit den Herren von Traun in Verbindung bringen, die in der weiteren Umgebung begütert waren. Ernst von Traun ließ auf Eigengrund eine Kirche errichten, die dem hl. Georg geweiht wurde. 1209 wurde Traunstein vom Passauer Bischof zur Pfarre erhoben. Das noch zu rodende Gebiet sollte der Pfarre zugeschlagen werden. Die Pfarre gehörte als Lehen zunächst zur Herrschaft Anschau. Nach dem Adelsaufstand gegen Herzog Albrecht I. 1296 erfolgte eine Aufteilung der Herrschaft und des Kirchlehens: Besitzer waren nun die Dachsberger auf Burg Rapottenstein und die Starhemberger auf Schloss Albrechtsberg.

Ein Marktrecht wurde Traunstein 1580 verliehen. Die drei Markttage wurden am Fest St. Georgii (23. April), am Dienstag nach Pfingsten und am vierten Adventsonntag abgehalten. Von 1630 bis 1636 war die Pfarre Traunstein mit der Pfarre Rappottenstein, 1636 bis 1698 mit der Pfarre Schönbach vereinigt.  

1968 erfolgte der Zusammenschluss der Gemeinden Spielberg, Moderberg und Traunstein zur Marktgemeinde Traunstein. Aus diesem Anlass wurde der Marktgemeinde am 8. April 1975 ein Wappen verliehen, dass der in Traunstein als Pfarrer und Künstler tätige Dechant Josef Elter entwarf: „In einem blauen Schild über einem roten Schildesfuß ein von zwei silbernen Händen gehaltenes, in der Schildmitte stehendes, aufrechtes, silbernes Schwert, rechts begleitet von einer goldenen, stilisierten Tanne, links von einem feuerspeienden, goldenen Drachenkopf.“ Die Gemeindefarben „Blau-Weiß-Rot” wurden genehmigt. Im Zuge der Errichtung eines Moorbades erhielt der Markt 2010 den Titel „Bad“ verliehen.