Ebenfurth


Gemeinde Ebenfurth

Ortsgeschichte

Die Stadt Ebenfurth befindet sich in Grenznähe zum Burgenland, östlich von Wiener Neustadt liegt der Ort direkt an der Leitha. Die erstmalige urkundliche Erwähnung datiert mit 1160, als „stat“ wird Ebenfurth im Jahr 1515 genannt, bereits im 13. Jahrhundert wird in Ebenfurth Markt gehalten. 

Ebenfurth befand sich ursprünglich im Besitz des Landesfürsten, als Lehen ging der Ort an die Truchsessen von Feldsberg-Seefeld und 1293 an die Pottendorfer. Danach war Ebenfurth bis ins 18. Jahrhundert immer wieder verpfändet, 1747 erwarb Leopold Gundaker von Suttner die Herrschaft Ebenfurth samt Schloss und Stadt, seine Witwe verkaufte den Besitz schließlich an die Freiherrn von Moser.

Über Jahrhunderte war der Ackerbau der bestimmende Wirtschaftszweig in Ebenfurth, aber auch der Weinbau war von einiger Bedeutung. Im 19. Jahrhundert setzte die industrielle Entwicklung in Ebenfurth ein, 1827 und 1845 kam es zur Errichtung von Baumwollspinnerein, 1839 wurde eine Papierfabrik gegründet. 1879 wurde die Raab-Ödenburg-Ebenfurther Eisenbahn eröffnet, die heutige Raaberbahn (seit 2008).

Im Lauf seiner Geschichte war Ebenfurth immer wieder von den Auswirkungen kriegerischer Auseinandersetzungen betroffen: Im 15. Jahrhundert besetzten Soldaten des Matthias Corvinus den Ort, osmanische Truppen sorgten 1529, 1532 und 1683 für Zerstörungen und 1809 wurde die Stadt abermals besetzt, diesmal durch französische Truppen. 1944 war Ebenfurth an drei Tagen Bombardements ausgesetzt, zahlreiche Menschen starben, Gebäude wurden zerstört und beschädigt. Am 1. April 1945 marschierte die Rote Armee in Ebenfurth ein.

Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde in den Aufbau Ebenfurths investiert, umfangreiche infrastrukturelle Maßnahmen förderten eine günstige Entwicklung der Stadt, die Einwohnerzahl erhöhte sich kontinuierlich.