Loosdorf


Gemeinde Loosdorf

Ortsgeschichte

Die Mostviertler Marktgemeinde Loosdorf liegt in verkehrsgünstiger Lage im Tal der Pielach am südlichen Rand des Dunkelsteinerwaldes und gliedert sich in die Katastralgemeinden Loosdorf, Neubach, Pielach, Rohr und Sitzenthal.

Seit dem Neolithikum ist die Region Loosdorf Siedlungsgebiet. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Loosdorf als "Ladesdorf" 1147. Dem Ortsnamen entsprechend, handelt es sich um ein Dorf, das nach einem Mann namens "Lad" benannt wurde. Loosdorf gehörte im Hochmittelalter zum Herrschaftsbereich der Grafen von Schalla. War der Ort 1529 durch die Osmanen arg in Mitleidenschaft gezogen worden, so entwickelte sich Loosdorf im 16. Jahrhundert unter Hans Wilhelm von Losenstein zu einem kirchlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum der Gegend. Hans Wilhelm von Losenstein bemühte sich um die Verleihung des Markt- und Wappenprivilegs an Loosdorf durch Kaiser Rudolf II. 1588.

Aufgrund seiner Lage an einer bedeutenden Ostwestverbindung war Loosdorf in Kriegszeiten immer wieder von Truppendurchzügen betroffen. Seit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert veränderte sich die Landwirtschaft, blühende landwirtschaftliche Kulturen wurden aufgegeben, 1922 kam es zur Umgestaltung der letzten Weingärten in Ackerland.

Heute wird der Markt Loosdorf durch Handwerk und Gewerbe geprägt, die Landwirtschaft spielt eine untergeordnete Rolle, der Arbeitnehmeranteil ist hoch.